Unsere News - immer lesenswert!

Explodierende Dieselpreise gefährden Mittelstand und Versorgungssicherheit

Transportmittelstand unter Druck: Politik muss jetzt handeln

Transportwirtschaft braucht schnelle und wirksame Entlastung

Die wirtschaftliche Situation im mittelständischen Transportgewerbe hat sich deutlich zugespitzt. Darauf macht der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, kurz BGL, in seinem offenen Brief vom 16. September 2026 an Bundeskanzler Friedrich Merz aufmerksam.
Nach Angaben des Verbandes ist der Dieselpreis seit der jüngsten Eskalation im Nahen Osten netto um rund 60 Cent je Liter gestiegen. Bei einer monatlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern beziffert der BGL die zusätzlichen Kosten auf 1.800 Euro pro Lkw. Für eine Flotte von 50 Fahrzeugen entspricht dies einer jährlichen Mehrbelastung von 1,08 Millionen Euro.

Für viele mittelständische Transportunternehmen sind solche Mehrkosten kaum noch allein tragbar. Gleichzeitig können sie laut BGL häufig nur teilweise oder gar nicht an Auftraggeber weitergegeben werden. Der Verband sieht deshalb nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, sondern langfristig auch die Versorgungssicherheit gefährdet.
Gerade im Bereich zuverlässiger Flüssigkeitstransporte sind wirtschaftlich stabile und leistungsfähige Logistikpartner unverzichtbar. Kunden benötigen planbare Kapazitäten, sichere Abläufe und belastbare Lieferketten. Dauerhaft steigende Betriebskosten setzen genau diese Verlässlichkeit unter Druck.

BGL fordert Gewerbediesel und Ende der CO₂-Doppelbelastung

Der BGL fordert die Bundesregierung auf, die doppelte CO₂-Belastung des deutschen Transportgewerbes aufzuheben. Gemeint sind die Belastung durch den nationalen Emissionshandel nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz und der zusätzliche CO₂-Aufschlag auf die Lkw-Maut. Als mögliche Lösung nennt der Verband ein Rückerstattungsverfahren.
Darüber hinaus spricht sich der BGL für einen wettbewerbsfähigen Gewerbediesel nach dem Vorbild anderer europäischer Staaten aus. In Ländern wie Belgien, Frankreich, Italien, Portugal, Slowenien, Spanien und Ungarn wird die Energiesteuer für gewerblich genutzten Diesel teilweise zurückerstattet. Der Verband bezeichnet dies als wirksame Liquiditätshilfe und fordert vergleichbare Bedingungen für deutsche Unternehmen.
Eine Senkung der Mehrwertsteuer bewertet der BGL dagegen als kaum geeignet, um vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen unmittelbar zu entlasten.]

Faire Rahmenbedingungen für verlässliche Logistik

Weigand Transporte unterstützt den Appell des BGL. Klimaschutz, moderne Fahrzeugtechnik und effiziente Transportprozesse bleiben wichtige Aufgaben unserer Branche. Ihre Umsetzung braucht jedoch wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen und einen fairen europäischen Wettbewerb.
Als mittelständisches und regional verwurzeltes Unternehmen stehen wir für verantwortungsvolles Handeln, langfristige Partnerschaften und offene Kommunikation.
Dazu gehört auch, auf Entwicklungen hinzuweisen, die die Leistungsfähigkeit der Transportwirtschaft und damit die Versorgung von Unternehmen und Bevölkerung gefährden können.
Der vollständige Brandbrief des BGL steht auf dieser Seite als Anlage zur Verfügung:

Der vollständige Brandbrief des BGL steht auf dieser Seite als Anlage zur Verfügung:

371,1 KiB
PDF (0,4 MB) laden

Zurück zur Newsübersicht